Zahnlexikon

In unserem umfangreichen Zahnlexikon finden Sie Antworten auf alle offenen Fragen rund um die Zahnmedizin.

Cerec Omnicam:

Die Cerec Omnicam ist ein einzigartiges Multitalent, das zur Herstellung von Kronen, Teilkronen Brücken, Verblenschalen und vielem mehr entwickelt wurde. Durch mehrere vorrauslaufende Generationen, ist die Cerec Omnicam eine Sensation auf dem CAD/CAM – Kamerasektor. Wenn konventionell der präparierte Zahnstumpf über Abdrücke und schwierige Registrierungen hergestellt wurden, so ist es durch die 3D Kamera der Cerec Omnicam möglich, komplett ohne Abdrücke zu arbeiten. Über einen 3D Scan des beschliffenen Zahnes und des Gegenkiefers, erfolgt eine Datenübertragung an den Computer. Auf diesem wird die Restauration in optischer Anpassung an die Nachbarzähne rekonstruiert. Wie auch in deutschen Meister- Laboratorien wird die Restauration aus einem Keramikblock heraus gefräst und dann im Labor individualisiert, so dass die Restauration in Farbe und Form den erforderlichen Situationen angepasst wird. Die Krone kann am selben Tag fertig sein!

Die Eigenbluttherapie mit dem PRGF- Verfahren

Was sind körpereigene Wachstumsfaktoren?

Chemisch handelt es sich um Proteine, die eine wichtige Rolle in der Regulierung der Heilungsprozesse spielen. Wachstumsfaktoren sind Bestandteile des Blutplasmas und können erfolgreich für therapeutische Zwecke genutzt werden. Mit der PRGF- Technik kann körpereigenes Plasma direkt in der Praxis gewonnen werden. Dabei entsteht kein Risiko der Kreuzinfektion oder Risiko der Krankheitsübertragung (autologes Plasma) von einem anderen Patienten.

Einsatzbereich der PRGF- Technik:

Die Technik eignet sich zur Behandlung von Extraktionsalveolen und parodontalen Defekten, verbessert die Einheilung von Implantaten und unterstützt Sinusliftaugmentationen und Kieferkammaufbauten.

Erfahrungen:

In der zahnärztlichen Therapie ist die Verwendung von zentrifugiertem, autologem Vollblut in den Siebzigerjahren von Schulte beschrieben worden. Er beobachtete eine bessere knöcherne Regeneration bei größeren intraoralen Defekten und Zysten. Whitman e al. beschrieben 1997 die Einsatzmöglichkeiten von „Platelet Rich Plasma“ und ihre positiven Eigenschafen auf die Weich- und Hartgewebsheilung was auch von Marx et al. bestätigt wurde. Die meisten Studien sind von Anitua et al. durchgeführt worden. Sie beschrieben eine signifikante Erhöhung vitaler Zellen im augmentierten Knochen, eine größere Implantat- Knochen-Kontaktrate und ein stärkere Gefäßneubildung bei Patienten, die mit dem PRGF behandelt worden.

Vorgehensweise:

Das Blut wird am selben Tag zeitnah zur Operation aus der Armvene entnommen und anschließend zentrifugiert. Es bilden sich verschiedene Schichten (Fraktionen) aus, in denen sich die unterschiedlichen Bestandteile des Blutes auffinden. In der unteren roten Fraktion befinden sich unter anderem die Leukozyten, welche unter anderem entzündliche Prozesse verstärken. In den helleren Fraktionen befindet sich eine erhöhte Konzentration an Wachstumsfaktoren, die für die Wundheilung eine Rolle spielen. Die Fraktionen werden getrennt voneinander in Reagenzgläsern entnommen und bis zur jeweiligen Verwendung getrennt voneinander aufbewahrt.

Implantate

Die zahnärztliche Implantologie ist als wissenschaftlich anerkannte Therapie seit vielen Jahren ein integraler Bestandteil der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Implantate werden in den ortständigen Kieferknochen inseriert und stellen dann künstliche Wurzeln dar, die zur Verankerung von Kronen, Brücken und Prothesen dienen können. Behandlungsmaßnahmen an Nachbarzähnen, wie es im Falle eine Brückenversorgung notwendig ist, sind bei Implantaten nicht nötig!

Beim Verlust eines Zahnes bzw. mehrerer Zähne, gibt es mehrere Möglichkeiten die entstandene Schaltlücke bzw. die verkürzte Zahnreihe zu behandeln. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit  zahnärztlichen Implantaten.

Über spezielle befundbezogene Untersuchungsmethoden werden die Mundhöhle und das zur Verfügung stehende Knochenangebot analysiert. Im Falle eines ausreichenden Knochenangebotes, kann das Implantat ohne Probleme in den Kieferknochen inseriert werden. Je nach Knochentyp und Primärstabilität des Implantates kann entschieden werden, ob die Einheilungsphase 2 oder eher 4 Monate andauern muss. In einigen Fällen ist nach der Implantation sogar eine Sofortbelastung mit einer provisorischen Krone möglich.

Falls kein ausreichendes Knochenangebot vorliegt, muss entschieden werden, ob eine Implantation simultan mit einem Knochenaufbau erfolgen kann oder ob der Knochenaufbau und die Implantation in getrennten Sitzungen erfolgen müssen. Dies hängt in erster Linie vom Ausmaß des Knochenaufbaus ab.

Zahnärztliche Implantate ermöglichen nicht nur eine funktionelle Wiederherstellung des Kausystems, sondern auch eine ästhetische- und psychische Genesung des Menschen. Die Erfolgsrate der zahnärztlichen Implantate liegt bei über 90 % [Cochran et al. (2002), Wilson et al. (2003), Bornstein et. (2005), Tan et al. (2008), Donnos et al., (2008)].

Individualprophylaxe (individuelle professionelle Zahnreinigung)

Die zahnärztliche Individualprophylaxe gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer qualitätsorientierten, modernen und zeitgemäßen Zahnheilkunde. Durch eine Erörterung ihres Mundgesundheitszustandes, stellen unsere professionellen zahnmedizinischen Prophylaxe- Assistentinnen den Ist-  Zustand dar. Individuell wird ein auf Sie abgestimmtes Prophylaxe-Konzept entwickelt, welches Ihnen dabei helfen soll Problemzonen zu behandeln und ihre Mundgesundheit zu optimieren (Soll- Zustand). Durch eine kontinuierliche Betreuung soll eine langfristige Stabilisierung ihrer Mundgesundheit gewährleistet sein.

Die prophylaktische Betreuung ist für alle Patientengruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren, Schwangere) zu empfehlen. Vor allem bei einer Zahnersatzversorgung bzw. einer Implantatversorgung ist eine strikte Einhaltung regelmäßiger Prophylaxesitzungen, zur Sicherung des Langzeiterfolges, zu empfehlen (Konsensus Konferenz).

Mit einer gesunden Mundflora wird vieles zum Genuss und die Lebensqualität gesteigert:

Lachen – Sprechen – Essen – Strahlen – Küssen

Für Kinder ab dem 6. Lebensjahr und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr wird die Prophylaxe zweimal im Jahr von den meisten Krankenkassen übernommen!

Composite-Füllungen (Kunststoff)

Composite ist ein zahnfarbenes Füllungsmaterial. Dieses Material kommt bei kleineren und mittelgroßen Defekten der Zahnhartsubstanz zum Einsatz.  Ob der Defekt durch eine kariöse Infektion des Zahnes oder durch ein Trauma verursacht ist, spielt keine Rolle. In der überwiegenden Zahl der Fälle, kann der Zahn komplett rekonstruiert werden. In der Zahnarztpraxis Elbinsel wird die Compositefüllung nach dem direkten Verfahren, gemäß der Vorgabe von Prof. Dr. Lorenzo Vanini (Italien), durchgeführt. Durch eine ästhetische Analyse der Zahnanatomie und des Farbcharakters wird der Zahn im Schichtverfahren (Increment-Technik) rekonstruiert. Das Ziel ist es, dass Sie die Füllung nicht von ihrem natürlichen Zahn unterscheiden können!

Wurzelkanalbehandlung

Jeder Zahn besteht aus unterschiedlichen Hartsubstanzen. Die äußere und härteste Schicht des Zahnes bildet der Zahnschmelz (Enamelum). Darunter folgt das etwas weniger harte Zahnbein (Dentin), welches über zahlreiche Kanälchen mit der innersten Schicht des Zahnes, dem Zahnmark (Pulpa) in Verbindung steht. Durch diverse Einflüsse (kariöse Infektion (Löcher), Traumata), iatrogene Schäden kann es zu einer Entzündung des Zahnes und des Zahnmarkes kommen (Pulpitis). Diese Entzündung kann sich entlang des Zahnmarkes über die Wurzeln in den Kieferknochen ausbreiten (apikale Parodontitis) und ohne Behandlung zu schweren odontogenen Infektionen führen. Die Zeichen einer Wurzelkanalentzündung können sehr unterschiedlich sein. Es können akute reizabhängige Schmerzen, akute reizunabhängige- und anhaltende Schmerzen, Druckempfindlichkeit, eine Kombination von allen oder in seltenen Fällen auch keine Auffälligkeiten (sogenannte sterile Nekrose) vorhanden sein. Bei einer fortgeschrittenen Infektion des Zahnmarkes kann eine Erhaltung des Zahnes durch eine Wurzelkanalbehandlung ermöglicht werden. Die Erfolgsraten liegen bei 85 –  95 % (DGZMK, Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde).

Die Behandlung eines infizierten Zahnes erfordert eine intensive, drei- dimensionale, mechanische- und chemische Reinigung der Wurzelkanäle. Die Kombination der mechanischen- und chemischen Reinigung ist dabei unbedingt einzuhalten. Mit Hilfe der Lupenbrille und spezieller hand- sowie maschienenbetriebener Instrumente werden die Kanäle gefunden und eine Entfernung des infizierten Zahnmarkes eingeleitet. Durch ein spezielles Navigationssystem (elektrische Widerstandsmessung) wird garantiert, dass der Zahn komplett bis zur Wurzelspitze gereinigt  und im Anschluss bakteriendicht abgefüllt wird. Eine zu kurze Wurzelfüllung kann zu einer ungenügenden Reinigung und eine zu lange zu einer Keimverschleppung in den Kieferknochen führen. Durch das Navigationssystem können derartige Risiken erheblich reduziert werden.

Abhängig vom Entzündungsgrad des Zahnmarkes kann eine bzw. können mehrfache medikamentöse Einlagen, zur Reduktion der Bakterienzahl, notwendig sein.

Am Ende der Reinigung der Kanäle erfolgt die Wurzelkanalfüllung. In Fällen eines erhöhten Zahnsubstanzverlustes ist die Insertion eines Wurzelkanalstiftes notwendig. Dieser Stift dient der Stabilisierung der Zahnkrone, welche stark frakturgefährdet sein kann.

Wurzelkanalbehandelte Zähne stellen aufgrund des Frakturrisikos, laut der Literatur, eine Indikation zur Überkronung dar.

¾-Kronen, Veneers, Kronen

Wenn ein Zahndefekt größer ist und nicht mehr durch eine Füllung rekonstruiert werden kann, kommen metallische- oder vollkeramische Restaurationen zum Einsatz. Abhängig von der Menge des Substanzverlustes kommen dann ¾– bzw. Teilkronen oder Vollkronen zum Einsatz. Die Teilkronen umfassen nur einen gewissen Teil des verloren gegangenen Zahnes. Die Vollkronen dagegen umfassen die gesamte Zahnkrone. Veneers stellen eine besondere Form der Teilkronen dar. Sie werden Synonym als Verblendschalen bezeichnet, weil sie zur ästhetischen Korrektur von frontal auf die Zähne geklebt werden.

Man unterscheidet die vollkeramische- (zahnfarbene)  und metallische Versorgungen sowie die Mischversorgung von beiden Materialien. Bei der letzteren handelt es sich um ein Metallgerüst, das mit keramischer Masse verblendet wird.

Die Kronen werden konservativ, über eine Abformung des im Kiefer befindlichen Zahnes bzw. der Zähne, in Zusammenarbeit mit einem deutschen zahntechnischen Meisterlabor, hergestellt.

Die Zahnarztpraxis Elbinsel bietet hinsichtlich der vollkeramischen Versorgungen eine weitere Besonderheit an: 3-dimensionaler Scan des im Kiefer befindlichen Zahnes bzw. der Zähne, OHNE Abdrucknahme. Die Krone kann am selben Tag fertig gestellt in den Mund eingegliedert werden.